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…würde eine Besonderheit Haidhausens am deutlichsten charakterisieren. Der Versuch allerdings, Ihnen das besondere Flair Haidhausens durch einen Bezug zu seinem französisch orientierten Erbe schmackhaft zu machen, würde Sie sicher enttäuschen. Denn Haidhausen ist – gleichwohl im Rahmen der Auseinandersetzung mit französischer Kultur und professioneller Stadtplanung á la francaise entstanden – heute auch nur ein weiterer von gut situierten Bewohnern dominierter Stadtteil der bayerischen Hauptstadt. Der Bezug zum alten München fehlt beinahe vollständig. So wird der moderne Haidhauser eher selten mit Verständigungsproblemen mit der alteingesessenen Bevölkerung konfrontiert. Das typisch französische Flair endet in der Regel beim Straßennamen.

Haidhausen

der heutigen Zeit bietet der wandernden Klasse akademisch gebildeter, junger und professioneller Durchschnittseuropäer ein nahezu perfektes Umfeld und mitten in einer der schönsten Städte der Welt zu leben und dabei auch noch den Idealen einer ökologisch wertvollen und vernünftig bewirtschafteten Welt nahezukommen. Der Haidhauser ist der Bewohner Münchens, der noch am ehesten auf eine Auto verzichten kann, denn er findet alles ohne Ausnahm ein unmittelbarer Umgebung und erreicht notfalls Stadtzentrum, Haupt- und Ostbahnhof sowie den Flughafen in vertretbar kurzer Zeit ohne ein Auto benutzen zu müssen.

Die Dichte der Bauten aus der Zeit vor 1914 ist beeindruckend. Und ebenso beeindruckend ist die Größe des Kulturzentrums am Gasteig, welches den Münchnern einen Reigen an programmatischer Ergänzung zwischen den klassischen Theatern der Stadt und der bunten Kleinkunstszene in Schwabing und Maxvorstadt bietet.

Ein Spaziergang in Haidhausen ist lohnend und verwirrend zugleich. Das Gewirr der Straßen mit Ihrer im Bereich zwischen Max-Weberplatz, Gasteig und Rosenheimer Platz beinahe anarchischen Straßenführung fordert den Orientierungssinn der Fremden, ermöglicht es aber, die versteckten Schätze des Viertels zu entdecken. Gelegentlich trifft man auf die Reste einer Szene von Müßiggängern, die in den 90ern als eine Art alternativer Szene ohne Perspektive in Haidhausen den früheren Ruf des Viertels als „Glasscherbenviertel“ fortleben ließen. Begleitet von den unangenehmen Auswüchsen durch Alkohol, Drogen und anderen illegalen Aktivitäten hat sich die Bürgerschaft allerdings zu helfen gewusst und gemeinsam mit der Politik die Missstände weitgehend eingedämmt. Dabei hat sich in der Haidhauser Einwohnerschaft ein vergleichsweise starkes Identitätsgefühl entwickelt, der das Wohl und der Erhalt des Stadtviertels viel bedeuten. Das ist beinahe eine Stadt für sich. Haidhausen ist heute mehr ein Lebensgefühl als ein Wohnort.

Rund um den Bordeauxplatz finden sich kleine Geschäfte und Galerien, am Ostbahnhof hat man ein großes Kaufhaus und von dort über den Pariser Platz und den Weissenburger Platz ergeben sich zahllose Möglichkeiten den täglichen Bedarf zu decken. Cafés und Bäckereien allenthalben, dazwischen Kunst und Krempel bunt eingestreut bietet Haidhausen ein Potpourri dessen Erkundung allein schon Wochen dauert.

Im äußersten Nordosten zwischen Spicherenstrasse und Einsteinstrasse haben einige große Bauträger und die Stadtverwaltung ein kleines Neubauviertel geschaffen, das sich architektonisch stark an die Vorbilder der Vergangenheit anlehnt. Zwar relativ eng gebaut, ist das Areal doch etwas großzügiger erschlossen als das alte Haidhausen und setzt einen wohltuenden Kontrapunkt zur quasisozialistischen Einheitsbauweise anderer Neubauviertel in der Stadt. Modern, gut erreichbar, lebenswert und mit ausreichender Wahrscheinlichkeit überaus wertbeständig wertet dieses Areal Haidhausen weiter auf.

Aktive…

Müssen allerdings auf die Möglichkeiten im Englischen Garten oder nach Osten in die angrenzenden Stadtviertel ausweichen. Der Ostpark mit seinem Michaelibad oder das Cosimabad an der Englschalkinger Strasse in Bogenhausen liegen in der Nähe. Lediglich das Isarostufer bietet sich mit Lauf- und Radstrecken an, die dann allerdings über die Au nach Untergiesing oder nach Bogenhausen führen. Ebenso spärlich ist das Radwegenetz innerhalb des Viertels, da schlicht der Platz fehlt. Dafür wiederum ist das Gebiet beinahe vollständig verkehrsberuhigt.

Historisch gezielt angebaut: Haidhausen als gewollte und geplante Erweiterung Münchens zur Zeit des bayerischen Königreichs.

Was also hat München im Unterschied zu den meisten anderen Städten Bayerns? Ein beinahe intaktes Wohn- und Arbeitsviertel, im Stil der Gründerzeit errichtet. In den letzten beiden Dekaden zum Lebensmittelpunkt einer zugewanderten Generation gut und besser Verdienender gewandelt, die mit Ihrer Kaufkraft eine zum Teil hervorragende Sanierung der gut hundert Jahre alten Bausubstanz ermöglicht hat. Dadurch wurden viele der ursprünglich Ansässigen aus der Münchner Arbeiterschaft und des Kleinbürgertums aus dem Stadtteil heraus gekauft – ein als Gentrifizierung bezeichnetes Phänomen.

Originale?

Ebenso ist der original bayerische Tonus des Altmünchner Dialekts im Viertel weitgehend verschwunden, doch letztlich ermöglichte erst das Geld der besser Verdienenden einen innerstädtischen Boom, der sich sonst wohl in anderen Städten oder an der Peripherie abgespielt hätte.

Nicht zu vergessen: Sämtliche der heute sanierten Stadtteile aus den Zeiten des Jugendstils, der Gründer und des Neoklassizismus wurden mit dem Geld vermögender Privatleute und in sehr lebendigem, individuellen Stil errichtet und nicht im seelenlosen Stil der öffentlich subventionierten Neuzeit. Haidhausen verleiht wie wohl kein anderer Stadtteil der bayerischen Hauptstadt ein historisch typisch städtisches Gesicht. Vorbildfunktion hatten dabei die Städte Frankreichs, dessen Reparationszahlungen aus dem 70er Krieg auch einen wesentlichen finanziellen Beitrag zur Realisierung leisteten. Die überwiegend authentische Bebauung stammt aus der Gründerzeit bis 1918, wurde in deutlich geschlossenerer Bauweise errichtet als die eher großbürgerlichen Viertel in Schwabing, Neuhausen, der Maxvorstadt oder Teilen in Ludwigs- und Isarvorstadt. Zudem hatte der Stadtteil das Glück, bei den Bombardements des letzten Krieges weitgehend verschont worden zu sein. Unter diesen Bedingungen konnte sich Haidhausen von einem verachteten „Glasscherbenviertel“ zu einem der beliebtesten und werthaltigsten Wohnviertel Münchens entwickeln.

Historisch stammt die Bezeichnung…

… Haidhausen von einer Ortsbeschreibung, die im 8 Jhdt. von Häusern auf der Heide auf dem Isarhochufer zu berichten wusste. Nach diversen Zugehörigkeiten zum Gerichtsbezirk Wolfratshausen und zu den Liegenschaften der Leiblfinger kam Haidhausen 1826 in den Besitz des Bayerischen Staates und 1854 im Zuge des Ausbaus Münchens zur königlichen Metropole zum Stadtgebiet. So beheimatet Haidhausen heute das zweitwichtigste politische Organ Bayerns, das Landesparlament, welches im Maximilianeum tagt, und verleiht dadurch erst München den Status einer Hauptstadt. An den historischen Kern des alten Dorfes „Haidahuisa“ erinnern noch beinahe dörfliche Strukturen im geschützten Bereich östlich der Johanniskirche hin zum Bordeauxplatz. Der Ausbau zum Arbeiter- und Handwerkerviertel in den 70er und 80 Jahren bis zum 1. Weltkrieg erfolgte im Glanz der Siege vor allem der bayerischen Truppen im Feldzug gegen Frankreich von 1870 / 71 und spiegelt sich in der Benennung etlicher Straßen nach Orten heftiger Kämpfe der bayerischen Armee und nach französischen Städten.

 

Haidhausen – reich an Genüssen

Haidhausen – Hunger und Durst mit Freude stillen…

… ist in Haidhausen weniger eine kulinarische Weltreise. Die Umwälzung der gastronomischen Szene begann in den 80ern und fand zur jahrtausendwende ein vorläufiges Ende, als die Szene ins Glockenbachviertel strömte. Insofern ist Haidhausen heute schon wieder gut bürgerlich in neuzeitlichem Sinn. So mancher Münchner sieht im Viertel eine neue, politisch grün gefärbte neue Spießbürgerlichkeit. Dennoch finden sich spanische Bars wie das berühmte “ El Perro el Griego“ wo man neben einer reichen Auswahl an Tapas auch bacchanalischen Freuden frönen kann, bis man auf den namensgebenden Hund kommt.

Wer es gern bayerisch hat, sucht den Elsässer Hof an der Orleansstrasse nördlich des Ostbahnhofs auf und genießt bayerische Küche auf sehr gutem Standard. Das touristisch höhere Niveau bietet natürlich der Haidhauser Hofbräukeller, der natürlich zunächst einmal zur Sicherung der Arbeitsfähigkeit des bayerischen Parlaments in nächster Nähe des Maximilianeums errichtet, heute nicht nur den Abgeordneten und deren Sekundanten, sondern auch den Besuchern und Bewohnern des Viertels mit seinen Räumlichkeiten und seinem großzügigen Biergarten offen steht.

Der schnelle Imbiss mit all seinen Gefahren und Genüssen lauert auch in Haidhausen nicht nur an jeder Ecke und konzentriert im Ostbahnhof. Am Bordeauxplatz, Ecke Metzstrasse, findet der genussbewusste Hungrige einen kleinen feinen italienische Feinkosthändler, der auch exzellente Mittagsgerichte serviert.

Für Cocktailfans ist das Negroni in der Sedanstrasse eine Institution, die nun schon bald den Nachwuchs der ersten Gäste anlockt.

Wer irisch mag besucht den Irish Pub in der Kellerstraße hinter dem Gasteig und reizt seinen Gaumen mit einem kühlen Guiness in einem eher bayerischen Ambiente.

Langsam erreicht auch die Welle der neuen fusion-kitschen-bars Haidhausen, es werden regelmäßig neue Locations eröffnet und wer das Angebot kennen lernen will, sollte sich auf mehrere Jahre einstellen. Die Liste empfehlenswerter Gelegenheiten ist lang und die begrenzte Ausdehnung des Stadtteils fordert den Zug um die Häuser geradezu heraus.

Darüber hinaus ist Haidhausen mit einem der reichhaltigsten Angebote an kleinen Kunstausstellungen gesegnet, das in der Hauptstadt zu finden ist. Fazit: In diesem modernem Stadtteil lässt es sich sehr gut leben soweit man über die Mittel verfügt. Stellen muss man sich gelegentlich einer Tendenz zum ökologisch motivierten Gutmenschentum der vermögenden Zugewanderten und Intellektuellen. Die Identität des Stadtteils ist vielfältig und multikulturell in positivem Sinne, so dass sich der Zuwanderer keiner eigesessenen homogenen und geschlossenen Gruppe gegenüber sieht. Der ideale Stadtteil für Zuwanderer.

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