Ist die Immobilie als Altersvorsorge eine gute Idee?

Eine Immobilie als Altersvorsorge gilt als wertstabil und krisensicher. Immobilienbesitzer scheinen also keine Angst vor dem Alter haben zu müssen. Aber stimmt das? Instandhaltungskosten, Versicherungen und immer knappere Renten – das sind nur einige Faktoren, die in dieser Rechnung oft übersehen werden. Erfahren Sie hier, ob der Besitz einer Immobilie ausreicht, um für das Alter abgesichert zu sein und worauf Sie achten sollten, um wirklich gelassen in die Zukunft blicken zu können.

Mit einer Immobilie im Alter abgesichert – theoretisch

Es ist ein Irrglaube, dass eine Immobilie, wenn sie einmal abbezahlt ist, keine großen Kosten mehr verursacht. Je nach Größe einer Immobilien sind die laufenden Kosten nicht unerheblich und kaum zu reduzieren.

Die Crux mit dem Alter ist, dass man nie wirklich wissen kann, was auf einen zukommt. Abgesehen von ganz offensichtlichen Unbekannten, wie der Frage nach der eigenen Lebensdauer, also ob und wie lange man überhaupt “alt sein” wird, gibt es viele Faktoren, die sich nur schwer im Voraus einschätzen lassen. Beispielsweise Reparaturarbeiten und Instandhaltungskosten können – vor allem bei einem Haus – immer nur geschätzt werden und platzieren damit ein großes Fragezeichen in der Ausgabenplanung.

Immobilie als Altersvorsorge – aber wie?

Natürlich will niemand im Alter mit unangenehmen Überraschungen konfrontiert werden. Maximale Sicherheit steht an oberster Stelle, gerade weil niemand weiß, wie das eigene Leben im Alter aussehen wird. Jetzt Abstriche machen, um gelassen in die Zukunft blicken zu können. Das ist der Plan vieler Menschen, die heute eine Immobilie kaufen wollen, um später sorgenfrei zu leben.

Tendenziell ist eine Immobilie immer eine gute Investition. Aber es kommt natürlich immer darauf an, um welche Art von Eigenheim es sich handelt, wie Ihre Pläne aussehen und was Sie sich von einer Immobilie als Altersvorsorge versprechen. Wollen Sie selbst darin wohnen, wollen Sie sie vermieten oder gar verkaufen und von dem Gewinn Ihre Rente aufbessern?

Immobilie im Alter selbst bewohnen

Wollen Sie Ihre Immobilie im Alter selbst bewohnen, müssen Sie besonders die laufenden Kosten und mögliche anfallende Kosten für Instandhaltung oder Umbau beachten. Zu den monatlichen Unterhaltskosten gehören beispielsweise Versicherungen, Heizung Strom und Wasser. Ausgaben für Fassade, Dach, Fenster oder Elektrik sind nicht zu unterschätzen. Sie können plötzlich und im schlimmsten Fall auch gleichzeitig fällig und unaufschiebbar werden.
Wenn Sie Ihre Immobilie selbst bewohnen möchten, sollten Sie unbedingt auch mögliche Umbauarbeiten in Betracht ziehen, die nötig sein könnten, damit Sie sich in Ihrem Zuhause auch im Alter noch frei bewegen können – Stichwort Treppenlift.

Immobilie als Altersvorsorge vermieten

Möchten Sie Ihre Immobilie im Alter vermieten, also mit den Mieteinnahmen Ihre Rente aufstocken, gilt es genauso darauf zu achten, eventuell anfallende Kosten für die Instandhaltung im Auge zu behalten und genug Rücklagen zu haben, um auch größere Ausgaben decken zu können. Denn auch wenn Sie nicht selbst darin wohnen, sind Sie dennoch voll verantwortlich und haftbar für Ihre Immobilie und alle Reparaturkosten bleiben an Ihnen hängen.

Bei Mängeln, die so groß sind, dass sie die Bewohnbarkeit einer Immobilie beeinträchtigen, können die Bewohner eine Mietminderung durchsetzen und somit steht der Besitzer nicht nur vor den Kosten für die Reparaturen, ihm brechen auch noch Einnahmen weg.

Immobilie als Altersvorsorge verkaufen

Auch der Verkauf des Eigenheims kann eine Form der Altersvorsorge sein. Durch den Verkauf fällt das Risiko unerwarteter kostenintensiver Umbauten und Instandhaltungsposten weg und der Gewinn kann neben Rente, Zusatzrente und etwaigen Kapitalerträgen Ihre monatlichen Einnahmen aufstocken. Der Verkauf des Eigenheims zur Finanzierung des Lebensabends wirkt vielleicht erst einmal seltsam, jedoch zeigt die Praxis, dass alte Menschen generell weniger Platz brauchen als beispielsweise junge Familien.

Paradoxerweise sind es jedoch die Alten, die in großen Wohnungen und Häusern wohnen. Der Umzug in eine kleinere Immobilie ist für viele unvorstellbar, da auch hier wieder Kosten anfallen, die als unnötige Ausgaben für einen alten Menschen gesehen werden können. Dabei lebt ein altes Ehepaar in einer Zwei- oder Dreizimmerwohnung oft sogar besser als in einem großen Haus mit Garten und jeder Menge Treppen.

Wert einer Immobilie im Alter

Immobilie als Altersvorsorge: eine Checkliste

Um am besten einschätzen zu können, ob Sie sich eine Immobilie fürs Alter überhaupt leisten können, sollten Sie sich mit folgenden Fragen befassen:

  • Wie hoch sind die monatlichen Einkünfte (z.B. Rente, Zusatzrente, Kapitalerträge)?
  • Wie hoch sind die Unterhaltskosten pro Monat (z.B. Versicherungen, Heizung, Strom, Wasser)?
  • Wie nachhaltig ist die Immobilie und was wird als nächstes fällig (z.B. Fenster, Dach, Fassade)?
  • Wie ist die Lage der Immobilie und wie stabil ist ihr Wert?
  • Welche notwendigen Umbaumaßnahmen stehen im Alter an (z.B. Barrierefreiheit, Treppenlift)?

Sind Immobilien wirklich die sicherste Vorsorge?

Sie sehen, die Immobilie als Altersvorsorge ist ein nicht ganz einfaches Thema, bei dem es viele Variablen zu beachten gilt. Auf die Frage, ob diese Art der Investition einen wirklich für den Lebensabend absichert, kann nicht pauschal beantwortet werden. Flexibilität ist hier – wie so oft im Leben – die beste Strategie. Denn viel hängt auch von der Situation (finanziell, beruflich, gesundheitlich) ab, in der Sie sich jetzt befinden. Die könnte aber in wenigen Jahren schon wieder ganz anders aussehen.

Generell ist es bei einem Immobilienkauf immer wichtig sich Gedanken zu einer Reihe von Themen zu machen, die auch auf den längerfristigen Wert des Objekts Einfluss haben. Nehmen Sie beispielsweise die Lage. Ist eine Immobilie landschaftlich gut gelegen, gut angebunden in Sachen Infrastruktur und liegt in einem belebten Gebiet, in dem es auch Arbeit gibt, macht sie das natürlich besonders attraktiv und wertvoll.

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Die Immobilie als Altersvorsorge – ein Fazit

Alles auf eine Karte setzen. Das klingt nach Nervenkitzel und braucht Mut. Beim Thema Altersvorsorge ist Nervenkitzel aber sicher nicht das, worauf es ankommen sollte. Sorgen Sie breitgefächert vor, zum Beispiel mit einer Rentenzusatzversicherung und sicheren Investitionen. Es ist immer besser noch einen Plan B zu haben.

Wenn es Ihnen heute möglich ist, eine Immobilie zu erwerben, ist das mit Sicherheit eine gute Investition, bedenkt man die Lage am Immobilienmarkt. Inwiefern diese zu Ihrer Altersvorsorge beitragen können wird, hängt von vielen Faktoren ab und wird sich erst im Laufe der Jahre zeigen.

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